Soziales

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Das Bosumpra Projekt

Aus voller Überzeugung unterstützen wir das Bosumpra Projekt und möchten auch Ihnen die wertvolle Arbeit von Ben Addo vorstellen.

Der Künstler Ben Addo hat 25 Jahre in Hamburg gelebt und gearbeitet (unter anderem als Dozent für die Körber Stiftung und das Kulturhaus Süderelbe). Nun widmet er sich seit seiner Rückkehr nach Ghana im Jahr 2011, dem Bosumpra Naturschutz und Steinzeitdorf Projekt. In seinem Heimatort Abetifi/Ghana wurde 2008 bei archäologischen Ausgrabungen der Universität Legon festgestellt, dass vor 13.000 Jahren Menschen auf dem Grundstück der Familie Addo lebten. Das inspirierte den Künstler, das Bosumpra Projekt ins Leben zu rufen und das Gelände der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Er arbeitet daran, ein Freilichtmuseum in einer Felsenhöhle zu eröffnen, in der seine Skulpturen ausgestellt werden, die Szenen aus der Steinzeit darstellen.
In Planung ist außerdem ein Informationszentrum, in dem die Funde der Ausgrabungen zu sehen sind. Der dazu gehörende, bis jetzt unberührte Regenwald, ist durch illegale Abholzung stark gefährdet. Mit dem Bosumpra Projekt besteht die Möglichkeit, diesen Wald als Naturschutzgebiet anerkennen zu lassen. Durch das Projekt entstehen Arbeitsplätze in der konjunkturschwachen Region. Schüler und Studenten, sowie Touristen werden die Möglichkeit haben, die geschichtliche Bedeutung des Ortes kennen zu lernen und können sich über den Schutz und Erhalt des Regenwaldes und die Artenvielfalt des Landes informieren.

 

Ein Rückblick in das Jahr 2019

Anfang des Jahres besuchte ich verschiedene Institutionen und Ministerien, um meinen Businessplan für den Steinzeitpark vorzustellen. Dadurch erhoffte ich mir staatliche finanzielle Unterstützung für den Bau eines Museums und eines Informationszentrums. Ich stieß auf großes Interesse für mein Projekt, leider gab es keine Mittel, um mit dem Bau des Informationszentrums beginnen zu können. Der Bau des Informationszentrums erfordert eine langfristigere Planung und Finanzierung. Die Eröffnung des Parks sollte deshalb nicht länger verschoben werden. Ab Februar arbeitete ich daran, das Gelände vorzubereiten, damit der Park zu Ostern 2020 in Betrieb gehen kann. Der Bauplatz für das künftige Informationszentrum wurde mit Blumen bepflanzt, die bei evt. Baubeginn rasch entfernt werden können.


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Der dafür bisher freigehaltene Platz ist damit in einen Insektengarten verwandelt worden. Am Eingang des Parks mussten wir eine Fläche ebnen und von Steinen und Wurzeln befreien, um einen Parkplatz anzulegen. Diese Arbeit dauerte fast 3 Monate, da das Gras gepflanzt werden muss und für die Gestaltung des Geländes viele Arbeitsstunden benötigt wurden.

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Ab April begann die Arbeit an einem Restaurant, dass oben auf einem Aussichtsfelsen gebaut werden sollte.

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Dabei galt wie immer die Regel: mit wenig Mitteln möglichst viel zu erreichen.Das Restaurant besteht daher aus einem offenen Teil, der von einem Runddach überdacht wird. Das Dach befindet sich auf neun Säulen, die mit einer Eisenkonstruktion direkt im Fels verankert sind. Als festes Gebäude wurde eine Küche angebaut. Eine Bar, sowie die Ausstattung mit Tischen und Hockern aus massivem Holz, wurden gebaut. An einer weit sichtbaren 23 Meter langen Mauer, wurde ein Schriftzug angebracht.

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Schon von weitem kann man “Abetifi Stone Age Park” lesen. Die grüne Schrift wurde mit Glasscherben in die Steinmauer eingearbeitet. Ein Graffiti Künstler aus Hamburg verschönerte die angrenzenden Mauern der Nachbargrundstücke mit seinen Kunstwerken. Er spendete seine Arbeitskraft und die Farben für das Parkprojekt. Auf ca. 125 Metern roher Mauerfläche entstand eine grüne Djungellandschaft.

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Die Figuren für die Höhle nahmen mehr und mehr Gestalt an. Sie wurden bemalt und mit echten Haaren versehen.

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Ostern 2020 soll die Einweihung des Steinzeitparks stattfinden. Durch die Einweihung des Parkes, möchten wir Interessenten gewinnen, die weiterhin Projekte zur Fertigstellung des Parks finanzieren. Neben der Großinvestition des Informationszentrums und einem Fahrstuhl für Menschen mit Gehbeeinträchtigungen sind auch noch kleinere Investitionen zur Fertigstellung geplant. Dazu gehören beispielsweise ein Aufsitzrasenhmäher für die Pflege der Rasenflächen sowie ein Spielplatz.

 

Und das geschah in 2018...

Mit der Hilfe und der Unterstützung vieler Freunde und der Firma Scholz Mechanik aus Hamburg konnte sich auch 2018 das Projekt Bosompra Steinzeitpark erfolgreich weiterentwickeln. Im Februar begannen die Verhandlungen mit der Stadtverwaltung in Abetifi, um die illegale Müllhalde auf unserem Gelände zu beseitigen. Nach vielen Gesprächen wurde endlich genehmigt, Bagger und Lastwagen zu bestellen, die die jahrelangen Ablagerungen von Müll abtransportieren sollten. Im März war es dann endlich soweit. Wir konnten es kaum glauben, 22 Lastwagenfuhren schafften es in zwei Tagen, den Müllberg abzutragen. Wunderschöne Felsen kamen zum Vorschein, wir haben eine Steintreppe gebaut, die zu den Felsen führt.

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Das gesamte Parkgelände bekam dadurch einen neuen Ausdruck. Der Müll wurde zu einem offiziellen Müllplatz befördert, die Anwohner unserer Umgebung benutzen jetzt für ihre Abfälle einen Container, der regelmäßig geleert wird. Damit ist ein Meilenstein gesetzt worden, da der Geruch und die Verschmutzung der stetig wachsenden Müllhalde nicht länger das Naturschutzgebiet bedrohen. Die Mücken-und Fliegenplage ist deutlich reduziert worden. Nach der Reinigung der Felsen, haben wir Blumen und Rasen gepflanzt. Der so entstandene Platz ist ein Anziehungspunkt für viele Besucher geworden. Einen Teil der Kosten hat die Stadt Abetifi übernommen und damit ein großes Interesse an unserem Projekt bewiesen. Der König von Abetifi hat ebenfalls Unterstützung angeboten und die Bohrung eines Brunnens zur Wasserversorgung des Projektes übernommen.

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Eine Bohrfirma musste dafür 100 Meter tief in den Felsen bohren, bis sie auf eine Wasserader stießen. Die Hilfsorganisation Fason aus der Schweiz finanzierte den Bau einer öffentlichen Toilette auf dem Parkgelände. Dazu gehört eine Biogasanlage, die für einen Gasgenerator oder zum Kochen verwendet werden kann.

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Eine Imkerin bekam Platz für ihre Bienenstöcke auf dem Gelände und kann in Zukunft ihren Beruf im Park ausüben. Viele Arbeiter waren an den vielfältigen Bauarbeiten beteiligt und haben auch in Zukunft gute Jobaussichten. Durch Hilfe und Unterstützung können wir auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken.

Es bedanken sich herzlich Ben und Susanne Addo

 

Kontakt und Spendenkonto

Autor und Ansprechpartner: Ben Addo

E-Mail: benaddo@gmx.de
Telefon Deutschland: +4917687138390 • Telefon Ghana: +233207385883
IBAN: DE02500202000000741587 • BHF Bank .Ifo:Benjamin Addo 0020216493018

 

 

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